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Uwe Rath, Bremerhaven
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In der heutigen, motorisierten, von den Medien beherrschten Zeit, sollte
man darauf achten, dass die Kinder, egal welchen Alters, genügend
Bewegung haben. Durch den Mangel an Spielflächen im Freien, engen
Wohnverhältnissen, Siegeszug der Computer als "Spiel- und
Lernpartner", TV im Kinderzimmer, ... kommt es zur Unterdrückung des natürlichen
Bewegungsdranges. Dies kann sehr leicht zu Entwicklungsstörungen führen.
Einige wichtige Gründe, warum wir das Kinderturnen für alle Altersklassen anbieten:
Und für Kleinkinder kommen noch folgende Gründe hinzu: Für die Entwicklung ist die Zeit zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr ein wichtiger Lebensabschnitt. Große Wachstumsprozesse laufen ab, die Körperproportionen verändern sich, die inneren Organe entwickeln sich zur vollen Funktionstüchtigkeit und die Ausbildung des Zentralnervensystems bewirkt eine rasche Veränderung des Bewegungsverhaltens. Aus den elementaren Bewegungsfertigkeiten (wie Gehen, Sitzen, Hüpfen, Werfen) entwickeln sich erste Bewegungskoordinationen. Es muss nicht immer Sport mit Action sein, auch Turnen und Gymnastik tut dem Körper richtig gut und macht Jung und Alt viel Freude. Ich möchte hier aus einem Kommentar zum Deutschen Turnfest 2002 in Leipzig eines Berichterstatters einer großen überregionalen Zeitschrift zitieren, wobei er den Vergleich zu den Fußball-Weltmeisterschaften heranzog: Hier gibt es keine Manager und keine Eitelkeit, kein großes Geld und keinen Druck. Sport als integrative Kraft als Beitrag zu einem gesunden Leben, als Schule, die spielerisch sozial verträgliches Verhalten lehrt, dafür steht ein "Turnfest". Damit hat ein Außenstehender, der allerdings trefflich beobachtete, das beschrieben, was das "Mehr" im Turnen ausmacht. Und DTB-Ehrenpräsident Prof. Dr. Jürgen Dieckert hat in einem Grundsatzreferat beim Deutschen Turntag 1992 einmal prägnant dargestellt, warum Turnen, qualitativ und quantitativ, eben mehr ist als an Geräten zu turnen oder sich in der vielfältigen Gymnastik zu betätigen. Jürgen Dieckert 1992 wörtlich: "Dem Spiel und Bewegung suchenden Menschen muss mehr gegeben werden als schnelle Beine, kräftige Oberarme, ein gesunder Rücken oder ein flacher Bauch. Gemeinschaft, das ist das Salz in unserer Suppe. Suppe geben die anderen auch aus. Aber unsere Suppe schmeckt, weil man Gemeinschaft nicht kaufen kann. Bei uns geschieht sie. Sie ist unser Profil". Quelle: http://www.mutterkindturnen.de/ |
Unsere Turngruppen montags in der Gaußschule bieten ein vielfältiges Angebot für Kinder jeder Altersgruppe zu einem sehr geringen Jahresbeitrag. Es ist für jeden etwas dabei! An allererster Stelle steht allerdings der Spass an der Bewegung! Nur hereinspaziert und ausprobiert - |
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Stützen und Hängen, Balancieren, Schwingen und Springen - wertvolle und im Alltag seltene Bewegungserfahrungen zwischen Himmel und Erde in vielfältigen Sinngebungen, von Wagnis und Abenteuererlebnis bis zur darstellenden Körperpräsentation und Schau, können bei unserem Kinderturnen kreatives Gestalten und berauschende Schwung- und Fluggefühle auslösen. Bewegungs-(grund-)tätigkeiten und Bewegungs-(kunst-)fertigkeiten an verschiedenen Aufbauten sollen für uns alle zugänglich werden und können eine attraktive Alternative für Kinder, vor allem behinderte Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts zum herkömmlichen Sporttreiben in Schule und Verein bedeuten. Die breite Basis ist unsere Anfänger- und Kleinkindergruppe, die im Bereich des Gesundheitssportes unbedingt einzuordnen ist. Durch spielerisches Turnen in einer erstellten Spielstraße, auch oder gerade mit dem Trampolin, sind wir in der Lage, z.B. auch bei Behinderten, Hilfestellung in wesentlichen körperlichen Mangelbereichen zu leisten. Ohne großen Krafteinsatz, ohne große Belastung und ohne besondere Voraussetzungen werden mit einem hohen Maß an Erfolg ... die wichtigsten Eigenschaften
auf spielerische Weise gefordert und gefördert. Wir wissen wovon wir reden, denn wir sehen den Erfolg mit eigenen Augen. Die Beherrschung der labilen Bewegungszustände auf dem Trampolin schafft Voraussetzungen und erhöht die Verhaltenssicherheit auch im Alltag. Die Nachgiebigkeit der Unterlage - elastisches Sprungtuch - verhindert stoßartige Belastungsspitzen des Gelenk- und Bandapparates, deshalb wird das Trampolin zunehmend auch in der Ergotherapie bei Haltungsschwächen, Bewegungsstörungen und selbstverständlich integriert mit körperlich behinderten Kindern eingesetzt. Besonders empfehlenswert ist diese Form des Bewegungs-/Gesundheitssports für übergewichtige Kinder und Jugendliche. Ein weiteres Angebot: In Zusammenarbeit mit der AOK besteht die Möglichkeit, deren Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen. Für AOK-Mitglieder ist die Beratung kostenfrei mit Empfehlung des Arztes. Neue angemessene Methoden und die zu benutzenden Weich- und Schiebematten haben aus dem einst als unfallträchtig angesehenen Trampolinturnen eine fröhliche, gesunde, sichere, pädagogisch und psychologisch wertvolle Disziplin im Deutschen Turner Bund (DTB) gemacht. Darum auch die Anwendung bei uns vor allem für die Kleinkindergruppe (bis 6 Jahre), sowie allgemeines Kinder- und Jugendturnen (bis 16 Jahre). Zu beachten ist, dass zu Beginn Muskelkater auftreten kann, vor allem dann, wenn Muskelbereiche gefordert waren, die bisher kaum beansprucht wurden. Anfangsalter ? Sobald der Bewegungsdrang des Kindes einsetzt. |
Den
nebenstehenden Artikel habe ich auf der Internetseite des TV Gernsbach
gefunden und geringfügig verändert hier übernommen.
Spiele und Anregungen
gibt es im Internet bei der AOK unter: www.jolinchen.de
(Button "Spiel mit"/ "Jolinchens Bewegungstipps") |
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Auch die körperliche Fitness vieler Jungen und Mädchen, zum Beispiel ihre Ausdauer, hat sich verschlechtert. Dietrich Kurz erklärt diese Entwicklung: "Kinder sitzen heute mehr als früher, sie bewegen sich weniger und einseitig. Auf einem Bein stehen etwa ist eine schwierige Fertigkeit, die Übung erfordert. Früher übten Kinder das miteinander bei Hüpfspielen oder auf dem Roller." Heute sieht die Freizeitgestaltung aber häufig anders aus: Jungen und Mädchen verbringen viel Zeit vor dem Fernseher oder Computer und spielen selten im Freien. Schuld daran sind oft auch mangelnde Spielmöglichkeiten in der näheren Umgebung, zum Beispiel in Innenstädten. Hauptursache für Übergewicht Kinder und Jugendliche, die sich zu wenig bewegen, können sich nicht optimal entwickeln. Professor Dietrich Kurz: "Bewegungsmangel ist die Hauptursache für Übergewicht und Adipositas mit allen dazugehörigen Folgeerscheinungen." Zu diesen Folgeerkrankungen zählen zum Beispiel Rücken- und Gelenkbeschwerden, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes Typ 2, auch Alterszucker genannt. Dazu Kurz: "Kinder, die in jungen Jahren nicht gelernt haben, zu schwimmen, Fahrrad zu fahren oder einen Ball zu fangen, haben es später schwer, zum Sport und in ein bewegungsaktives Leben zu finden. Damit fehlt ihnen auch eine wichtige Voraussetzung für die psychische Entwicklung und soziale Integration." Guter Sportunterricht kann solchen Kindern helfen, ihre Fähigkeiten zu verbessern. "Leider unterrichten aber gerade in der Grundschule oft Sportlehrer, die dafür nicht ausgebildet sind. Zudem umfasst der Schulsport oft nur zwei Stunden pro Woche", so Professor Dietrich Kurz. Nach Ansicht des Sportwissenschaftlers sollten sich Kinder aber mindestens eine Stunde pro Tag bewegen. Keine Patenlösung Übergewichtige und unsportliche Kinder werden in der Schule oft gehänselt und entwickeln so noch größere Hemmungen. Sportwissenschaftler Kurz: "Die Eltern sind in solchen Fällen oft hilflos und überfordert. Viele erkennen auch nicht die Tragweite des Problems." Doch gerade für diese Kinder ist regelmäßige Bewegung besonders wichtig. Eine Patentlösung gibt es seiner Ansicht nach in solchen Fällen nicht. Jedes dieser Kinder habe eine eigene Lebensgeschichte und brauche besondere Zuwendung. Oft können Experten dazu beitragen, dass ein Kind seine Hemmungen ablegt und selbstbewusster wird. "Optimal ist es, wenn eine Fachkraft für Bewegung und Sport möglichst früh in Kindergarten oder Schule Einfluss nehmen kann. Dann ist die Chance umso größer, dass solche Kinder Freude an der Bewegung erfahren." Ball, Fahrrad oder Trampolin - auch Eltern sollten ihr Kind unterstützen, wenn es darum geht, die motorischen Fähigkeiten zu verbessern und sich zu bewegen. "Sie müssen dafür sorgen, dass genügend Zeit und Raum für Bewegung bleibt", rät Kurz. "Zum Beispiel können sie ihrem Kind Spielgeräte schenken, die zur Bewegung auffordern - einen Ball, ein Fahrrad oder ein Trampolin." Auch gemeinsame Unternehmungen motivieren ein Kind, sich mehr zu bewegen. Zum Beispiel ein Besuch im Schwimmbad oder eine Eltern-Kind-Gruppe in einem Turnverein. "Eltern sollten Vorbild sein. Durch ihr Beispiel können die Kinder etwa auch lernen, dass man viele Wege ohne Auto zurücklegen kann", so der Sportwissenschaftler. Er empfiehlt Müttern und Vätern, sich schon im Kindergarten mit gleich Gesinnten für ausreichende Bewegungsmöglichkeiten einzusetzen. |